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Spanisches Damastgewebe für den osmanischen Hof
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Zwei Stofffragmente zeigen jeweils einen Musterausschnitt eines dunkelroten Seidendamasts (Inv. Nrn. T 918 a und T 918 b). In ein rautenartiges Gittersystem eingebunden, finden sich Nelkenrosetten. Sie werden von einem Kranz aus Palmetten im Wechsel mit Blättern umgeben.Der Dekor wirkt auf den ersten Blick orientalisch, kann aber seinen europäischen Einfluss nicht verhehlen. Er greift auf Mustervorlagen zurück, die im Osmanischen Reich (1299-1922) auch für Gefäße und Fliesen aus Keramik entworfen wurden (vgl. Inv. Nr. V 4263). Frühe Gefäße etwa aus den Hofwerkstätten von Iznik zeigen zu Beginn des 16. Jahrhunderts einen ähnlichen Dekor in kobaltblauer Bemalung. Das engmaschige Rautensystem wird hier aus zierlichen Blattranken gebildet. Bei den hell ausgesparten Ringen an den Kreuzungspunkten handelt es sich meist um sogenannte »Agraffen« (klammerförmige Verzierungen), welche die gebündelten Ranken lose umschließen.Orientalische Textilien waren schon früh begehrte Luxusartikel. Bezeichnungen wie Damast, Chiffon oder Brokat sind in die europäischen Sprachen eingegangen. Abbildungen von Teppichen auf Gemälden der Gotik und Renaissance zeugen vom regen Handel zwischen Venedig und der i
| Artist / Maker | Anonymous, Iznik |
|---|---|
| Culture / Origin | Iznik, Germany |
| Department | Iznik |
About the Artist
Provenance & Source
Image & data: Badisches Landesmuseum Karlsruhe via Europeana · Licence: CC0.
Condition
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